Soldatenfriedhof

Hinter der Madonnenkapelle liegt – unweit vom Denkmal für die Kriegsopfer der Gemeinde Stuppach (mit Lillstadt und Lustbronn) – ein von der Deutschen Kriegsgräberfürsorge gestalteter Soldatenfriedhof. Hier ruhen 63 deutsche Soldaten. Sie fielen am 6. April 1945. Unter ihnen  sind neun Schüler des Duisburger Steinbart-Gymnasiums im Alter von 14 bis 16 Jahren, die von der immer wieder bombardierten Stadt Duisburg nach Bad Mergentheim „ausgelagert“ worden waren, und 15 unbekannte Soldaten.


Im Ort Stuppach warteten die Einwohner Anfang April 1945 auf die immer näher rückenden Amerikaner. Die ansässige Bevölkerung war sich der Aussichtslosigkeit der Krieges bewusst und wollte die Zerstörung ihres Dorfes durch Kampfhandlungen verhindern. Aus diesem Grund wurden an vielen Häusern zum Zeichen der Kapitulation weiße Tücher ausgehängt.

Am 5. April 1945 rücken US-Soldaten mit Jeeps nach Stuppach vor. Sie erkennen die weißen Tücher und ziehen daraufhin wieder ab. In der Annahme, Stuppach habe sich ergeben, fahren sie am darauffolgenden Tag (6. April 1945) mit Jeeps in das Dorf ein. Die weißen Tücher waren in der Zwischenzeit auf Anweisung von SS-Einheiten wieder abgenommen worden. Den Duisburger Schülern, die sich freiweillig gemeldet hatten,  war der Befehl erteilt worden, bei der Verteidigung von Stuppach mitzuhelfen. Die einfahrenden Amerikaner wurden von der SS mit Maschinengewehrfeuer empfangen und die Insassen der Fahrzeuge gefangen genommen. Daraufhin beschossen amerikanische Panzer den Ort. In diesem aussichtslosen und sinnlosen „Kampf“ starben 63 deutsche Soldaten. Darunter befanden sich die neun Gymnasiasten aus Duisburg, die ohne jede militärische Erfahrung das Dorf gegenüber den übermächtigen Amerikanern zu verteidigen versuchten.